Big Ben wird 2017 verstummen

Londons berühmter Glockenturm läutet nicht mehr

Ab Januar 2017 ist es soweit - der Big Ben wird in ein Gerüst gehüllt und die stündlichen Glockenschläge werden vorerst für unbestimmte Zeit verstummen. Es werden längst überfällige Renovierungsarbeiten an dem über 150 Jahre alten Glockenturm vorgenommen. Über 60 Jahre wurde nur das Nötigste an Reparaturen vorgenommen und die Quittung dafür ist gewaltig: Die Renovierung des Turms soll 37 Millionen Euro kosten. Und da ist der restliche Westminster Palace noch gar nicht miteinkalkuliert. 

Der Turm bekommt unter anderem einen Aufzug - so muss man nicht mehr die 314 Stufen hinaufklettern. Zudem erhält das Ziffernblatt nun LEDs, die sogar die Farben wechseln können. So kann der Big Ben (oder korrekterweise Elisabeth Tower) zukünftig zu besonderen Anlässen in verschiedenen Farben erstrahlen. Das sind nur einige der unzähligen Arbeiten die vorgenommen werden müssen.

Der Turm wird wahrscheinlich für 3 Jahre hinter einen Gerüst verschwinden. Für die Londoner und Touristen wird aber immer eine der vier Seiten zur Ansicht offen bleiben. Dennoch werden die Urlaubsfotos nun ein etwas anderes Bild vom berühmten Glockenturm abgeben.

Renovierung vom Westminster Palace dauert 32 Jahre

Aber nicht nur der Elisabeth Tower hat über die Jahre gelitten - der gesamte Westminster Palace muss von Grund auf renoviert werden. Ein im letzten Jahr veröffentlichter Expertenbericht geht von einer 32-jährigen Bauphase aus. Die Kosten belaufen sind voraussichtlich auf 5,7 Millarden (!) Pfund, was umgerechnet rund 7,9 Milliarden Euro sind. Zur Zeit ist die Rede von einem Zwangsumzug für die 2000 Mitarbeiter des Parlamentsgebäudes - und das für 6 Jahre.

in den nächsten Jahren wird sich also Einiges rund um den Westminster Palace tun und das werden nicht nur die Londoner, sondern auch die Touristen sehen und bemerken.

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Wo befindet sich am meisten UNESCO-Welterbe?

Was sind die "sehenswertesten" Länder?

Welche Stadt oder gar welches Land ist am sehenswertesten? Sowas kann man doch gar nicht objektiv beantworten! Oder vielleicht doch? Ich würde sagen "doch, das geht" - zumindest wenn man es anhand des vorhanden Weltkulturerbes bemisst. Das sind klare Zahlen. So lässt sich zwar streiten wo man es schönsten findet und welche Dinge einen persönlich mehr zusagen, aber die Zahlen über vorhandenes Welterbe verraten zumindest wie viele Sehenswürdigkeiten von Weltrang ein Land besitzt.

Die meisten Länder, die auf der UNESCO-Welterbe-Liste stehen haben circa zwischen einer und acht Stätten zu bieten. Für ein Land im zweistelligen Bereich zu landen ist schon außerordentlich. Das sollte man sich vor Augen führen, wenn man sich die Zahlen ansieht! Beispielsweise hat das sehr beliebte Thailand "nur" 5 UNESCO-Stätten. Oder auch Ägypten: hier befinden sich "nur" 7 UNESCO-Stätten.

Umso bemerkenswerter ist die Zahl des unangefochten Spitzenreiters Italiens mit 51 Welterbe-Stätten! Das muss man erstmal wirken lassen. Das schafft kein anderes Land auf der Welt!

Was jedoch sehr erstaunlich für mich ist, wie nah unserer beschauliches Deutschland an Italien heranrückt. Wir haben sage und schreibe 36 UNESCO-Stätten zuhause. Dass Deutschland im weltweiten Vergleich auf Platz 5 landet hätte ich nicht erwartet. Eine positive Überraschung.  Es wird also wirklich mal wieder Zeit für Heimaturlaub, findet ihr nicht? 

Und zugegeben: Ich habe Spanien deutlich unterschätzt. Spanien folgt Italien direkt und ist somit Vize-Meister in Sachen UNESCO.

Dafür gibt es ein Land von dem ich sogar etwas enttäuscht bin: der Wiege Europas, der Kultur, der Demokratie... wo ist bitte Griechenland? Wurde soviel zerstört oder in andere Länder gebracht? Es scheint so. Griechenland gehört zwar mit 17 UNESCO-Stätten zu den Ländern mit relativ viel Erbe, aber es hat nicht einmal für die weltweiten TOP 10 gereicht. Das ist erstaunlich und schade.

Kurze Fakten:

Beim UNESCO-Welterbe unterscheidet man zwischen Kultur- und Naturerbe (es gibt auch gemischte Stätten). Diese Stätten gilt es zu schützen.

Weltweit gibt es 802 Kulturstätten, 197 Naturstätten und 32 gemischte Stätten.

TOP 10 UNESCO-Welterbestätten weltweit

Land Anzahl UNESCO-Welterbe-Stätten

1)   Italien

51

2) Spanien

42

3) China

41

4) Frankreich 

38

5) Deutschland

36

6) Mexiko

31

7/8) Großbritanien

28

7/8) Indien

28

9) Russland

24

10) USA

21


Italien als Mekka für UNESCO-Welterbe

Da Italien ja so viele Welterbe-Stätten besitzt, lohnt es sich einen Blick darauf zu werfen in welchen Gegenden diese vertreten sind. Dass unter den Highlights die Toskana, mit insgesamt 8 Stätten liegt, ist nicht verwunderlich. Im Zeitalter der Renaissance gab es hier ein Ballungszentrum von Künstlern und Mäzenen. So fallen unter anderem die historischen Zentren von Florenz, Pisa, San Gimignano, Siena und Pienza unter den Schutz der UNESCO.

In der Lombardei, im Norden Italiens, befinden sich ebenso viele Welterbe-Stätten wie in der Toskana. Beispielsweise fällt das Mailänder Kloster Santa Maria delle Grazie darunter, welches "das letzte Abendmahl" von Leonardo da Vinci in sich birgt. Aber auch Orte wie Mantua und Sabbioneta gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Viele Höhepunkte befinden sich in Kampanien und Sizilien. Der Ätna oder auch die äolischen Inseln zählt zum Weltnaturerbe...

Aber auch rund um Rom und Venedig gibt es viel zu entdecken. Einen Ausflug von Rom aus, zu den Weltkulturstätten von Tivoli mit der Villa Hadrian und Villa d'Este lohnt sich auf jeden Fall. Sie gehören beide zum UNESCO-Weltkulturerbe. Oder von Venedig einen Tagesausflug nach Vicenza oder Padua?! Oder in die Stadt von Romeo und Julia...Verona? Oder...oder...oder...

 

 

Man könnte jetzt noch ewig so weiter machen... Italien hat wirklich viel zu bieten, daher lohnt es sich umso mehr einen Urlaub in Italien gründlich zu planen und sich genau zu überlegen, was man sich ansehen möchte.


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Heiliges Jahr 2016 in Rom

Heiliges Jahr der Barmherzigkeit

Für alle, die dieses Jahr noch nicht wissen wohin es gehen soll, wäre Rom ein Vorschlag. Es findet nämlich etwas ganz Besonderes statt. Papst Franziskus hat im Dezember 2015 das Jahr 2016 zum Heiligen Jahr ausgerufen, was eigentlich nur alle 25 Jahre passiert. So wäre es planmäßig erst 2025 so weit gewesen. Unser lieber Franziskus wollte darauf anscheinend nicht warten. Somit handelt es sich um ein außerordentliches Heiliges Jahr - um das Heiliges Jahr der Barmherzigkeit 2016. Es endet am 20. November 2016.

Zu diesem besonderen Anlass werden die, sonst zugemauerten, Heiligen Pforten der Papstbasiliken geöffnet. Zu denen gehören in Rom neben dem Petersdom, die Basiliken von Santa Maria Maggiore, San Giovanni in Laterano und San Paolo fuori le Mura

 

Hier die sieben Pilgerkirchen...

 

Aber nicht nur in Rom werden die heiligen Pforten geöffnet, sondern auf der ganzen Welt. So beispielsweise auch die sonst geschlossene Heilige Pforte vom Kölner Dom.

Hier könnt ihr nachsehen, wo sich in Deutschland für euch die nächste Heilige Pforte befindet.

Wie empfangen Pilger den "Ablass"?

Das Heilige Jahr ist eingeführt worden um den Gläubigen den Erlass ihrer Sünden zu ermöglichen. Grundbedingungen in diesem Jahr sind (nach einem Brief von Papst Franziskus) ein "kurzer Pilgergang" zu einer Heiligen Pforte, verbunden mit einer Beichte, einer Eucharistiefeier, dem Glaubensbekenntnis, einem Nachdenken über die Barmherzigkeit Gottes und das Gebet für den Papst und dessen Anliegen. Genauso kann jedoch auch jede barmherzige Tat dieses Geschenk vermitteln, das "von allen Konsequenzen der Sünde befreit, sodass er wieder neu aus Liebe handeln kann". Auch für Verstorbene kann der Ablass erlangt werden.

Hohe Sicherheitskontrollen wegen terrorgefahr

Die römischen Sicherheitskräfte sind aufgrund der aktuellen Lage in Europa besonders präsent. Der IS spricht immer wieder Drohungen gegen den Vatikan, wie auch gegen andere europäische Metropolen, aus. Das sollte jedoch keinen Pilger an seiner Reise hindern - es ist ja im Prinzip in jeder größeren Stadt gefährlich.

Nur sollte jeder Pilger mit erhöhten Sicherheitskontrollen und damit verbundenen Wartezeiten rechnen.


Geschichte hinter dem Heiligen jahr

Petersdom, Vatikan
Petersdom, Rom (Vatikan)

Im Heiligen Jahr, auch Jubeljahr genannt, gewährt die römisch-katholische Kirchen ihren Pilgern bei bestimmten Bedingungen den völligen Ablass ihrer Sünden.

Erstmals wurde ein solches Jahr im Jahre 1300 von Bonifatius VIII. ausgerufen und es sollte ursprünglich alle 100 Jahre stattfinden. Jedoch fand das "Jubeljahr" ab 1475 in immer kürzeren Abständen statt. Der Grund? Jede Generation sollte die Möglichkeit haben ein solches Jahr mitzuerleben.


Online-Anmeldung

Pilger sollten sich unbedingt im Internet für den Durchgang der Pforte im Petersdom registrieren. So werden unnötige Wartezeiten vermieden - für andere und sich selbst.



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